Kurator für die Filmreihe
IN MEMORIAM ROSA VON PRAUNHEIM
in Kooperation mit dem WERKSTATTKINO München
vom 1. bis 6. Januar 2026

Foto (c) 1988, Harald Schröder
Dass Rosa nicht mehr da ist, das ist schwer zu begreifen, und sehr traurig. Denn jahrzehntelang war er immer dabei, unübersehbar in der schwulen Szene, in der Film-Szene, in der Queer Community, mit seinen unzähligen Filmen, Bildern und Texten, seinen schrillen Outfits, seiner überbordenden Kreativität.
Mit seinem Film NICHT DER HOMOSEXUELLE IST PERVERS, SONDERN DIE SITUATION, IN DER ER LEBT und mit seinen persönlichen Auftritten hat Rosa in der Bundesrepublik und in WestBerlin 1971 den entscheidenden Anstoß zur neuen deutschen Schwulenbewegung gegeben. Seine Filme und er selbst waren immer alles, Underground und Camp und Trash und Kunst, und Dokumentation. Denn auch in seinen Spielfilmen begleitete und zeigte er reale Menschen, ließ sie zu Wort kommen, nahm sie ernst, und gab Ihnen eine Bühne, eine Öffentlichkeit, und machte sie sichtbar. Und dabei ging es bei Rosa vor allem und immer um Sex in allen Spielarten, er war neugierig, offen, ohne Tabus, und zeigte das Unsichtbare und sagte das Unaussprechliche. Und das war – und ist heute schon wieder – mutig und provokativ und skandalös, aber einfach befreiend und großartig.
Er hat sich immer wieder eingemischt und quergelegt, im Kampf gegen den Paragraph 175, gegen bürgerlich-konservative Politik und Moral, gegen Repression und Verleumdung in der AIDS-Krise, gegen Doppelmoral und Selbstverleugnung, gegen Vergessen und Verschweigen. Und immer für eine offene Gesellschaft und einen offenen Umgang mit Sexualität. Aber Rosa konnte auch ziemlich nervig sein, anstrengend, übergriffig, und manchmal griff er auch daneben. Aber er hat doch immer wieder tolle Sachen gemacht, und gezeigt was alles möglich ist, und damit bei vielen sehr viel bewegt, in diesem Land und international. Und er hat seine Erfahrung, sein Wissen und sein persönliches Engagement an andere weitergegeben, mit Rat und Tat geholfen. Er wird uns fehlen, gerade in unseren zunehmend pseudo-liberalen Zeiten, angesichts von Diskriminierung, und verbaler und physischer Aggression. (Wolfgang W. Werner)
NICHT DER HOMOSEXUELLE IST PERVERS, SONDERN DIE SITUATION, IN DER ER LEBT
BRD 1971.
Regie: ROSA VON PRAUNHEIM.
Buch: Rosa von Praunheim, Martin Dannecker, Sigurd Wurl.
Kamera: Robert van Ackeren. Produktion: Günter Rohrbach, Werner Kließ.
Mit Bernd Feuerhelm, Berryt Bohlen, Ernst Kuchling, Manfred Salzgeber.
HD Digital. 67 Min.
Donnerstag, 1.1. um 22.00 h
Freitag, 2.1. um 20.00 h
DIE BETTWURST
BRD 1971.
Regie, Buch: ROSA VON PRAUNHEIM.
Kamera: von Praunheim, Bernd Upnmoor.
Mit Luzi Kryn, Dietmar Kracht, Steven Adamczewski.
HD Digital. 81 Min.
Freitag, 2.1. und Samstag, 3.1. jeweils um 18.00 h
BERLINER BETTWURST
BRD/Mallorca 1973.
Regie, Buch: ROSA VON PRAUNHEIM.
Kamera: von Praunheim, Bernd Upnmoor.
Mit Luzi Kryn, Dietmar Kracht, Berryt Bohlen, Lou van Burg.
HD Digital. 90 Min.
Sonntag, 4.1. um 18.00 h
ARMEE DER LIEBENDEN ODER AUFSTAND DER PERVERSEN
BRD/USA 1979.
Regie, Buch: ROSA VON PRAUNHEIM.
Kamera: von Praunheim, Michael Oblowitz, Werner Schroeter u.a.
HD Digital. 107 Min.
Sonntag, 4.1. um 20.00 h
AFFENGEIL
Deutschland 1990.
Regie, Buch: ROSA VON PRAUNHEIM.
Kamera: Klaus Janschewski, Mike Kuchar. Musik: Thomas Marquard, Marran Gosov.
Mit Lotti Huber, Rosa von Praunheim, Helga Sloop, Gertrud Mischwitzky.
HD Digital. 87 Min.
Sonntag, 4.1. um 22.00 h
DIE JUNGS VOM BAHNHOF ZOO
Deutschland 2011.
Regie, Buch: ROSA VON PRAUNHEIM.
HD Digital. 84 Min.
Montag, 5.1. um 18.00 h
MEINE MÜTTER – SPURENSUCHE IN RIGA
Deutschland 2007.
Regie, Buch: ROSA VON PRAUNHEIM.
Kamera: Thomas Ladenburger, Markus Tiarks, Elfi Mikesch.
HD Digital. 87 Min.
Dienstag, 6.1. um 16.00 h
SATANISCHE SAU
Deutschland 2025.
Regie, Buch: ROSA VON PRAUNHEIM.
Mit Armin Dallapiccola, Katy Karrenbauer, Justus Herrmann, Niko Ehrenteit.
HD Digital. 85 Min.
Dienstag, 6.1. um 18.00 h
Alle Vorführungen im Werkstattkino, Fraunhoferstr. 9, 80469 München
https://werkstattkino.de/
Persönliche Pressebetreuung und PR für
HEINO FERCH in
DAHLMANNS LETZTE BESCHERUNG
20. Dezember 2025 auf SERVUS TV Austria
22. Dezember 2025 im ZDF und in der ZDF Mediathek
Buch & Creative Producer: Magnus Vattrodt
Regie: Isabel Braak
mit Heino Ferch, Ulrike C. Tscharre, Jürgen Vogel, Maja Bons, Anja Kling, Carol Schuler, Thomas Thieme u.a.
Eine Produktion der Studio Zentral und der Graf Film in Koproduktion mit dem ZDF und ServusTV, gefördert von FISA+ und Film in Austria (ABA)
Produzent/Produzentin: Lasse Scharpen, Livia Graf-Bechler, Klaus Graf
Redaktion: Frank Zervos, Petra Tilger (ZDF), Frank Holderied, Robert Feitzinger (ServusTV)
Alle Jahre wieder versammelt Unternehmer Alfons Dahlmann seine drei erwachsenen Kinder Leander, Therese und Jochen samt Anhang über die Weihnachtsfeiertage in seinem abgelegenen Jagdschloss in den Bergen. Zur Überraschung aller steht auch Alfons‘ ärgster Konkurrent, Leonard Windemeyer, auf der Gästeliste. Alfons verkündet den Anwesenden, dass er sich zum Jahresende aus der Firma zurückziehen wird und am nächsten Tag seine Nachfolge bekannt geben möchte. Doch dazu kommt es nicht mehr.
Am nächsten Morgen wird Alfons tot in seinem verwüsteten Arbeitszimmer gefunden – er wurde erstochen. Die Familie steht unter Schock. War es ein Einbrecher? Oder ist der Mörder unter den Anwesenden? Sofort beginnen die Verdächtigungen.
Weitere Presseinformationen: https://presseportal.zdf.de/pressemappe/dahlmanns-letzte-bescherung
Kurator für die Filmreihe
ZUM 50. TODESTAG VON PIER PAOLO PASOLINI
in Kooperation mit dem WERKSTATTKINO München
vom 2. bis 5. November 2025

Foto (c) 1971, akg-images/Binder
Mit seinen Texten, Filmen und Interventionen war Pier Paolo Pasolini eine der beeindruckendsten Persönlichkeiten in den wilden sechziger und siebziger Jahren. Ein Kämpfer für die Freiheit, die Menschenwürde, und für die Rechte insbesondere der Unangepassten, der Unterdrückten, der Benachteiligten, der Armen. Ein Kämpfer für sexuelle Selbstbestimmung, und ein offen Schwuler in schwierigen Zeiten. Ein Kämpfer gegen Kirche, Kapitalismus und Konsumismus. Aber auch ein Suchender und Zweifelnder. Ein Kämpfer und zugleich ein Poet, ein Träumer, ein Liebender und ein Leidender. Und ein Fußball-Fan.
Pier Paolo Pasolini wurde vor fünfzig Jahren, am 2. November 1975 unter nie ganz geklärten Umständen brutal ermordet. Sein Leben und sein Werk sind heute nach wie vor brandaktuell, als Memento, als Aufschrei, als Verpflichtung. (Wolfgang W. Werner)
„Mein Werk ist geprägt von dem tiefen und instinktiven Hass gegen den Staat, in dem ich lebe. Damit meine ich den Zustand der Dinge und den Staat im wahrsten Sinne des Wortes.“
PPP (5.3.1922, Bologna – 2.11.1975, Ostia)
ACCATTONE
(WER NIE SEIN BROT MIT TRÄNEN ASS)
Italien 1961.
Regie: PIER PAOLO PASOLINI.
Buch: Pasolini unter Mitarbeit der Darsteller, Dialoge: Sergio Citti.
Kamera: Tonino Delli Colli.
Mit Franco Citti, Franca Pasut, Silvana Corsini, Adele Cambria.
HD Digital. 115 Min. Originalfassung (italienisch) mit deutschen Untertiteln.
Mit ACCATTONE beschreibt der 39jährige Dichter Pasolini die Welt, die bislang seine Romane und Gedichte beschworen, erstmals mit und in der Sprache des Films: die Randzonen der Stadt, wo Landschaft, Baracken und urbaner Auswurf sich zur tristen Wüste vermengen – „den Mut, den Schmerz und die Unschuld der Armen“, denen Pasolinis leidenschaftliche Liebe, sein Mitgefühl und seine nachgerade mythische Kommunion zeitlebens galt. ACCATTONE, gefilmt in kargem, brutalem Verismus, scheint äußerlich der neorealistischen Tradition verpflichtet. Die Episodenstruktur des Neorealismus aber verwandelt Pasolini in die hermetische Geschlossenheit der Tragödie. Die an Masaccios Schlichtheit orientierte Monumentalität der Bilder, die Traumsequenz und die Verwendung von Johann Sebastian Bachs Musik unterstreichen Pasolinis Intentionen, die Fabel des kleinen römischen Zuhälters Accattone (Franco Citti) als Passionsgeschichte mit den Mitteln eines Kinos der Poesie zu erzählen. (Harry Tomicek)
Sonntag, 2.11. um 15.00 h
Montag, 3.11. um 17.30 h
PASOLINIS TOLLDREISTE GESCHICHTEN
(I RACCONTI DI CANTERBURY)
Italien/Frankreich 1972.
Regie, Buch: PIER PAOLO PASOLINI.
Musik: Pasolini, Ennio Morricone. Kamera: Tonino Delli Colli.
Mit Hugh Griffith, Laura Betti, Ninetto Davoli, Franco Citti.
35mm. 110 Min. Deutsche Fassung.
Im zweiten Teil seiner „Trilogie des Lebens“ wendet sich Pasolini Geoffrey Chaucers mittelalterlichen Dichtungen zu, dreht vor Ort in England und übernimmt für die Rahmenhandlung die Rolle des Autors, der sich auf Pilgerreise nach Canterbury mit anderen Wanderern die einzelnen Episoden des Films erzählt. Wie schon in IL DECAMERON (DECAMERON) kreist alles um Sex und Betrug, aber auch um Mord und Totschlag, eine Verdüsterung ist trotz komödiantischen Tonfalls spürbar: Abschließender Höhepunkt ist eine grandiose Bosch-Höllenvision, in der Satans Arsch korrupte Mönche auswirft. Zu MorriconeMusik und an historischen Gemälden geschulter Kamera (Tonino Delli Colli) wie beim Vorgängerfilm kommen bekannte Darsteller britischer (Hugh Griffith) und italienischer Provenienz (Laura Betti) in Pasolinis Stamm-Ensemble. Seinen Liebling Ninetto Davoli lässt er gar eine Chaplin-Parodie absolvieren: wie andere anachronistische Setzungen (etwa Balladen neueren Datums) ein Zeichen, dass es Pasolini nicht um historische Versenkung, sondern um Gegenwartskritik geht. (Christoph Huber)
Sonntag, 2.11. um 17.30 h
Montag, 3.11. um 22.15 h
DIE 120 TAGE VON SODOM
(SALÒ O LE 120 GIORNATE DI SODOMA)
Italien/Frankreich 1975.
Regie: PIER PAOLO PASOLINI.
Buch: Pasolini, Sergio Citti, Pupi Avati.
Musik: Ennio Morricone. Kamera: Tonino Delli Colli.
Mit Paolo Bonacelli, Giorgio Cataldi, Umberto Paolo Quintavalle, Aldo Valletti, Hélène Surgère.
HD Digital. 119 Min. Originalfassung (italienisch, französisch, deutsch) mit deutschen Untertiteln.
Pasolini verlegt Marquis de Sades DIE 120 TAGE VON SODOM in die letzten Tage des italienischen Faschismus. Vier Bonzen lassen Jungen und Mädchen von der Straße aufsammeln, wählen daraus ihre Opfer, die sie unter Aufsicht einer Schutztruppe und mit der Hilfe von vier Huren systematisch foltern, sexuell missbrauchen und schließlich abschlachten. In vier Teilen schildert Pasolini ausschließlich Unmenschlichkeit, bewusst karikaturistisch zugespitzt und von Ennio Morricones Musik untermalt. Der Einleitung („Vor dem Inferno“) folgen die Höllenkreise Dantes: der Kreis der Leidenschaft, der Scheiße und des Blutes. Monoton, abstoßend, ohne jedes Mitleid und in starrer Symmetrie zeigt Pasolini eine bleiche, kalte Welt jenseits aller Tabus, die den letzten Reiz in sadistischer Ausübung von Macht findet. Er wirft der Welt den Fehdehandschuh hin: Jede Erwartungshaltung wird verneint, jede Hoffnung der früheren Filme ist begraben. In einem Pas de deux, der ebenso gut ein Totentanz sein könnte, bricht SALÒ ab. Beim Erscheinen des Films war sein Schöpfer bereits tot. (Christoph Huber)
Sonntag, 2.11. und Dienstag, 4.11. jeweils um 22.15 h
DAS GASTMAHL DER LIEBE
(COMIZI D’AMORE)
Italien 1964.
Regie: PIER PAOLO PASOLINI.
Buch: Alberto Moravia, Cesare Musatti.
Kamera: Mario Bernardo, Tonino Delli Colli.
HD Digital. 92 Min. Originalfassung (italienisch) mit deutschen Untertiteln.
In COMIZI D’AMORE gibt Pier Paolo Pasolini den Reporter. Gemeinsam mit dem Produzenten Alfredo Bini ist er quer durch Italien unterwegs und sucht Schauplätze und Laiendarsteller für den Film IL VANGELO SECONDO MATTEO (DAS EVANGELIUM NACH MATTHÄUS). Auf dieser Recherche-Reise sammelt Pasolini an den Stränden des Landes Interviews mit Kindern, Frauen und Männern, befragt sie zu Homosexualität, sexuellen Erfahrungen, Prostitution und Scheidung. Es geht dem Interviewer um Liebe, Moral und darum, ein Abbild der Gesellschaft im Hinblick auf deren intimste Bereiche zu zeichnen. Die archaischen Vorstellungen Süditaliens arbeitet der Norditaliener Pasolini ebenso heraus, wie die nur vorgeblich offeneren Einstellungen im Norden, und er analysiert die verschiedenen Motive für Sex in Italien: Hobby, Ehre, Erfolg, Freude und Pflicht. Zu Wort kommen auch führende Intellektuelle wie Alberto Moravia, Cesare Muratti, Adele Cambria, Camilla Cederna, Giuseppe Ungaretti und Oriana Fallaci. (Christina Höfferer)
Dienstag, 4.11. um 18.00 h
Mittwoch, 5.11. um 22.15 h
Alle Vorführungen im Werkstattkino, Fraunhoferstr. 9, 80469 München
https://werkstattkino.de/
Presseinformation für
FASSBINDER TAGE 2025: RWF *80
29. bis 31. Mai 2025 in München
Vor 80 Jahren, am 31. Mai 1945 wurde Rainer Werner Fassbinder in Bad Wörishofen geboren. Fassbindertage e.V. hat aus diesem Anlass ein Programm mit Filmen, Gesprächen, Theater und vor
allem ein wissenschaftliches Symposium koordiniert. Gute Gründe, ein langes Wochenende in München einzuplanen!
Fassbinder ist tot, lange schon, und doch: sein Werk ist aktueller denn je. Im Lichte der politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen – nicht nur in Deutschland – könnte man die heutige Zeit allein anhand einiger seiner Filmtitel illustrieren: Warum läuft Herr R. Amok?, Angst essen Seele auf, Welt am Draht, Katzelmacher, Faustrecht der Freiheit, der amerikanische Soldat und Angst vor der Angst.
Mit Begeisterung und Neugier haben sich junge Regiestudierende, Wissenschaftler:innen, Filmemacher:innen und Weggefährten mit der Faszination Fassbinder auseinandergesetzt. Wir freuen uns auf die Uraufführungen von Film und Theater, sowie die Vorträge, die in den letzten Monaten entstanden sind und möchten Euch dazu einladen. RWF*80 – Fassbindertage 2025 ist eine Wunderkiste mit kreativen Überraschungen geworden.
Weitersagen. Reservieren. Spenden!
Jetzt Karten/Symposium reservieren unter regine@drymix.info
DONNERSTAG, 29. MAI 2025, HFF, Bernd-Eichinger-Platz 1
20:00 Welche Worte gibt es für das Gegenteil von „Arbeit“? (Alexander Kluge*, 2025)Kurzfilm, Uraufführung, vorgestellt von Nicolas Wackerbarth
(Alexander Kluge ist nicht anwesend!)
20:30 Casting (Nicolas Wackerbarth, 2017), vorgestellt von Christian Wagner, anschließend Gespräch mit Nicolas Wackerbarth
FREITAG, 30.MAI 2025, 13:00, LMU, Philologicum, Eingang Schellingstr 1 (EG)
13:00 Rainer Werner Fassbinder: Kino der Subversion, Symposium, Begrüßung durch Juliane Maria Lorenz-Wehling, Rainer Werner Fassbinder Foundation, Berlin,
Prof Dr. Waldemar Fromm und Dr. Simon Schkade, LMU
13:20 Ute Holl: Melodram ohne Rührung: Affektstrategien und V-Effekte in Fassbinders „Angst essen Seele auf“
14:00 Clemens Pornschlegel: Gefühlskälte als politisches Prinzip. Zu Rainer Werner Fassbinders „Fontane Effi Briest“
15:00 Simon Schkade: Chronist der Verdrängung. Zur „BRD-Trilogie“ von Rainer Werner Fassbinder
15:40 Georg Beuerlein: Filme befreien das Denken: Zur epistemologischen Ästhetik der Filme von Rainer Werner Fassbinder
FREITAG, 30.MAI 2025, 20:00, HFF, Bernd-Eichinger-Platz 1
20:00 Drei Theaterminiaturen, Regieklasse der Otto-Falckenberg-Schule (UAs):
nacht oder: bitte fahr mich, von Emily Zahira Binding,
Auf eine Zigarette mit … , von Melina Dressler,
Border Rangers Deutschland, von Ruben Müller
21:00 Baal (Volker Schlöndorff, 1970) vorgestellt von Margarethe von Trotta
SAMSTAG, 31.MAI 2025, 10:15, LMU Philologicum, Schellingstr 1 (EG)
10:15 Waldemar Fromm: München, subkulturell. Das Bild der Stadt in Rainer Werner Fassbinders frühen Filmen
10:55 Nicole Colin: Toxische Menschlichkeit: Domestizierte Subversion in „Peter von Kant“ von François Ozon
11:45 Alexandra Eliseeva: Heterotopien und Utopien in Fassbinders Werk
12:30 Georg Seeßlen: Was ist Macht? (und was zum Teufel haben Liebe, Sex und Geld damit zu tun?) Eine Passage durch die Filme von Rainer Werner Fassbinder
(vom Autor eingesprochen; Autor online dabei)
anschließend: Abschlussdiskussion
SAMSTAG, 31.MAI 2025, 19:30, Arena Kino, Hans-Sachs-Str.7
19:30 „Des hast jetzt du gsagt!“ Harry Baer zeigt seinen Freunden einen Film zu RWFs Achtzigsten. Nur per Vorab-Registrierung (RSVP)!
22:00 Fassbinder zum 75. (Kurzfilme, Fassbindertage e.V., 2020)
Weitere Presseinformationen: https://www.fassbindertage.de/wp-content/uploads/2025/05/RWF80_Programm_V3.pdf
FILMSTUNDE 23
Deutschland 2024
Regie: EDGAR REITZ und JÖRG ADOLPH
Verleih: REAL FICTION
Produktion: IF… PRODUCTIONS IN ZUSAMMENARBEIT MIT DER EDGAR REITZ FILMPRODUKTION UND DEM BR
Kinostart: 9. Januar 2025 im Verleih von REAL FICTION
Synopsis:
Im Jahr 1968, in einer Zeit gesellschaftlicher und politischer Auseinandersetzungen und Veränderungen in der Bundesrepublik, beginnt in kleinem Rahmen auch in einem Mädchen-Gymnasium in München etwas Neues: Das Klassenzimmer verwandelt sich unter der Leitung des Jung-Regisseurs Edgar Reitz in ein Filmstudio. Die „Filmstunde“ beginnt: der in der Filmgeschichte erste dokumentierte Versuch, Film und Filmästhetik als eigenständiges Fach zu unterrichten. Im Jahr 2023 wird Edgar Reitz, der mittlerweile weltberühmte Regisseur der „Heimat-Trilogie“ und vieler anderer Filme, von einer älteren Dame angesprochen. Sie gibt sich als eine seiner damaligen Schülerinnen zu erkennen. Sie verabreden ein Klassentreffen. Montiert aus einem Dokumentarfilm über das damalige Projekt, den Super-8-Filmen der Schülerinnen und dem gefilmten Wiedersehen im Jahr 2023 entsteht eine Art Langzeitbelichtung der letzten 55 Jahre Filmgeschichte. Was hatten diese Frauen in der langen Zeit erlebt und welche Rolle spielte die Filmkunst in ihrem Leben? Zeigte sich der Keim ihrer Persönlichkeit bereits in dem kleinen Übungsfilm? Und was sagen die Damen heute zur Filmkultur der Gegenwart? FILMSTUNDE_23 ist eine Liebeserklärung an das Filmemachen und ein Appell, Filmbildung endlich in die Schulen zu bringen. Ein Film über Lebenszeit und die immer noch unerlösten Möglichkeiten der Filmkunst. Und eine Anregung für uns alle, gerade heute, in den Zeiten von Internet und Smartphone, über die allgegenwärtigen bewegten Bilder und unseren Umgang mit ihnen nachzudenken.
Weitere Informationen: Presseinformationen



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